Die Dreikönigskirche in Bad Bevensen

Seit dem 9. Jahrhundert gibt es eine Kirche in Bad Bevensen

Die evangelische Dreikönigskirche wurde nach dem Stadtbrand von 1811 errichtet. An gleicher Stelle haben mutmaßlich seit 833 Kirchen gestanden. Die Inschrift auf dem Fuß des goldenen Altarkelches lässt vermuten, dass der Altar von 1507 stammt und der Kirche über die Reformation hinaus den Namen gegeben hat.

Die heutige Kirche wurde 1736 anstelle einer größeren romanischen Kreuzkirche errichtet, die wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Beim Stadtbrand von 1811 ist aber auch die neue Kirche bis auf die Grundmauern zerstört worden. Auch der Turm stürzte ein, lediglich der Mittelteil mit den beiden Ziffern 7 und 3 aus der Jahreszahl 1734 blieb stehen — und ist heute noch über dem Eingang zu sehen.

Heutige Kirche entspricht etwa der Neugestaltung von 1937

Nach dem Wiederaufbau von 1812 wurde die neue Dreikönigskirche noch einmal 1903 grundlegend erneuert. Die heutige Gestalt des fast 33 Meter langen und 17,5 Meter breiten Kirchengebäudes geht auf diesen Umbau zurück. Ebenso die größeren Fenster mit farbigem Bleiglas und die Altarwand im Empire-Stil: Sie zeigt als Allegorie auf das Abendmahl heute goldene Ähren und Trauben. Die bis dahin einfarbige Wand wurde hell mattgrau gestrichen und die Säulen wurden herausgearbeitet.

Die so entstandene schlichte Saalkirche wurde 1937 erneut grundlegend umgestaltet. Der Innenraum wurde von einigen Apostelfiguren, Engeln, Kronleuchtern und Altarschranken befreit. Die Raumgestaltung wurde stärker auf die Altarwand mit Kanzel und Taufstein ausgerichtet. Die klaren Formen des Empire-Stils wurden betont, unnötiger Schmuck entfernt, die Wände wurden geweißt, Emporen und Gestühl in der Farbgebung zwischen Weißgrau und Elfenbein abgestuft.

Der Kirchenraum wirkt dadurch größer und höher. Die Vergoldungen an der Kanzel und an den Halbreliefsäulen der Altarwand setzen weitere Akzente für die festliche Fröhlichkeit des Raumes. Diese Ausgestaltung blieb auch nach der letzten Renovierung des Innenraums vor wenigen Jahren erhalten.

Das Kreuz aus schwerer Eiche stammt ebenfalls aus dem Jahr 1937 und zeigt Christus als Sieger über den Tod herrschend vor dem Kreuz stehend. Er trägt Königsmantel, Königskrone und Kraftgürtel.

Die Kronleuchter aus Gelbguss stammen aus dem 16. Jahrhundert, allerdings ist einer davon ein Nachguss von 1937, da das Original gestohlen wurde. Der erste stammt aus dem 16. Jahrhundert. Auch die Messinglampen an den Säulen und an der Emporendecke stammen aus dieser Zeit. Wegen ihres "künstlerischen Wertes" konnte eine Beschlagnahme während des 2. Weltkrieges verhindert werden. Bis auf kleine Einschüsse blieb die Kirche vom Krieg verschont.

Erinnerung an die "Sachsentaufe" in der Ilmenau

Das Taufbild links vom Altarraum zeigt unter der Empore in Holzschnitztafelmalerei eine durch Farbe und Motiv in die Tiefe gestaffelte Landschaft mit einem Fluss, der gewissermaßen auf den Betrachter zufließt. Es handelt sich aber nicht, wie man mutmaßen könnte, um die Taufe Christus durch Johannes den Täufer im Jordan. Vielmehr hat der Bremer Künstler Professor Theodor Schulz-Walbaum auf Wunsch des damaligen Kirchenvorstandes eine "Sachsentaufe" in der Ilmenau dargestellt. Man kann sich diese Taufe etwa bei der Ilmenauschleife in Höhe des heutigen Heliandkreuzes vorstellen.

Die Orgel wurde 1864 von Furtwängler & Hammer aus Elze bei Hannover gebaut. Eine kleine Besonderheit ist im Advent zu hören, dann wird das Orgelspiel von zwei sich drehenden sternförmigen Zimbeln an den Orgelwerken begleitet.

In der Turmeingangshalle wurde 1955 eine Erinnerungsstätte für die Opfer des 2. Weltkrieges eingerichtet.

1964 bekam die Kirche ihr heutiges Gestühl.

Gottesdienste: Sonntags 9:30 Uhr

Adresse & Kontakt

Dreikönigskirche
Kirchenbüro
Kirchplatz
29549 Bad Bevensen
Telefon: +49(0)5821 1364
Telefax: +49(0)5821 478765
E-Mail: KG.Bevensen‎(at)‎evlka.de

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