Hügelgräbertour
Auf dieser Rundtour sieht man noch ihre Spuren: Hügelgräber aus der Bronzezeit zeugen davon, dass die sanft hügelige Landschaft schon früh ein beliebter Siedlungsraum war.
Aufgrund einer defekten Brücke verläuft die Strecke zunächst in Richtung des Freibades und von hier aus, dem Radweg längs der B4 in Richtung Lüneburg folgend, bis nach Grünhagen. Nach Querung der Bundesstraße fahren wir nach Eitzen I, schön gelegen in einer waldigen
Hügellandschaft. Die Gegend wird schon seit dem 8. Jahrhundert besiedelt,
belegt durch Hügelgräber und Bodenfunde wie Aschereste, Pfahlbaureste,
Vorratsgruben, irdene Artefakte.
Aus dieser frühgeschichtlich spannenden Gegend radeln wir
nach Beverbeck. Der Ort gehört zu den ältesten der Region: Er wurde erstmals
804 erwähnt. Alte Flurbezeichnungen wie Stein-Moor, Witt-Moor und Spreng-Moor zeigen,
dass Beverbeck auf moorigem Untergrund steht.
Durch Grünewald radeln wir nach Rieste. Hier sind 50
Grabstätten archäologisch nachgewiesen. 1890 wurde ein Riesengrab mit rund 1000
Urnen bestatteter Langobarden entdeckt. Die Stätten und Funde sind nicht mehr
vorhanden. Aufzeichnungen, Dokumente und andere Funde sind in einem örtlichen
Familienmuseum erhalten.
Wenige Kilometer weiter erreichen wir Varendorf.
Fachwerkscheunen und die sogenannten Rübenburgen aus der Zeit um 1900 prägen
das Dorfbild. Auch hier belegen Fundstücke, dass Menschen in vorgeschichtlicher
Zeit hier lebten.
Die nächste Station ist die Rockenmühle, die wohl im 10.
Jahrhundert entstand und um 1840 wieder aufgebaut wurde. Von hier ist es ein
Katzensprung zur Addenstorfer Heide. Sie beherbergt 45 frühgeschichtliche
Grabhügel, die noch sichtbar sind. Viele der Gräber werden der älteren
Bronzezeit um 1500 v. Chr. zugeordnet. Meist wurden die Toten in Holzsärgen
begraben. Um 1000 v. Chr. wurde die Brandbestattung eingeführt und in die
Hügelgräber Urnen eingesetzt.
Nach der „Geschichtsstunde“ in der Heide führt die Tour
nach Bargdorf. Archäologische Funde aus dem Umfeld – zwei inzwischen zerstörte
Großsteingräber, steinzeitliche und bronzezeitliche Werkzeuge,
frühmittelalterliche Scherben – weisen darauf hin, dass hier schon lange vor
der ersten urkundlichen Erwähnung Menschen gelebt haben.
Von Bargdorf radeln wir zurück nach Bienenbüttel. Hier
kann die Radtour ausklingen mit Kaffee, Kuchen oder Eis, einem erfrischenden Besuch
im Waldbad oder einer Rast an der Kanustation mit Blick auf die Ilmenau.
ACHTUNG! Tour ist Gesperrt
- Rundkurs ja
- Länge ca. 20.1 km
- Dauer ca. 1.4 Stunden
- Höchster Punkt ca. 64 m
- GPX DownloadDownload
Hügelgräbertour
Kurze Straße / Bahnhofstraße (Bahnhof)
29553 Bienenbüttel
Einkehrmöglichkeit
Familienfreundlich
Rundtour
