| 800 |
Im Zuge der Christianisierung der germanischen
Stämme besiegt Karl der
Große (768 - 814) auch die Sachsen
und führt im Bardengau die christliche Kirche ein. |
| 833 |
In Bevensen entsteht die erste
Taufkirche, ein an ein Bergfried angelehnter Holzbau. |
| 900 |
Bis zum 13. Jahrhundert
ist Bevensen unter den Billungern geistlicher und wirtschaftlicher
Mittel-punkt in der Region. Der Ort ist durch die Ilmenau, durch
Palisaden, Wälle sowie wassergefüllte Gräben vor Angriffen von außen
geschützt. |
| 1004 |
In einer Urkunde Heinrichs
II. wird erstmals das Dorf Groß Hesebeck als h a t e r b i k
i erwähnt. Groß Hesebeck wird im Jahre 1972 im Rahmen der
Gebietsreform Stadtteil von Bad Bevensen. |
| 1025 |
Die Taufkirche wird zu einer
romanischen Kreuzkirche ausgebaut. |
| 1162 |
In diesem Jahr wird Bevensen
erstmals als w e r e n d a g i d e b e u e n h u s e
n in einer Urkunde Heinrichs des Löwen
erwähnt. |
| 1231 |
In Bevensen wird urkundlich ein
Archidiakonat nachgewiesen. Der Archidiakon (Vertreter des
Bischofs) ist Vorgesetzter der Pfarrer. Er unterhält in Bevensen einen
Sattelhof. |
| 1293 |
6. Januar. In einer Urkunde
Herzog Ottos des Strengen von Braunschweig und Lüneburg wird das
Weichbild Bevensen als o p p i d u m bezeichnet, was
soviel wie fester Platz bedeutet. Die Bewohner werden als b u r g
e n s e s (Bürger) erwähnt. Ein bis zwei Ratmänner entscheiden
in dieser Zeit gemeinsam mit den Bürgern über wichtige
Angelegenheiten. |
| 1323 |
Probst
Christian kauft den Ort z e l l e n s e n (heute
Stadtteil Medingen) inkl. einer
dort vorhandenen Wassermühle, um ein Kloster zu errichten. |
| 1336 |
24. August. Feierliche
Einweihung des neuen Klosters in Medingen. Probst Ludolf zieht
zusammen mit den Nonnen aus dem Kloster Altenmedingen nach Medingen um.
Dieser Tag wird noch heute als Klosterweihfest feierlich
begangen. |
| 1348 |
Bis 1350. In Bevensen wütet
die Pest und fordert eine erhebliche Anzahl von Opfern. Während dieser
Zeit tut sich besonders die bestehende Totengilde hervor, deren
Mitglieder sich gegenseitig in ihrer Not unterstützten |
| 1373 |
Im Lüneburger Erbfolgekrieg
(1369 - 1388) wird Bevensen von Erich von Lauenburg
ausgebrannt. |
| 1374 |
Die Brüder Hermann und Hans
Spörken werden in und um Bevensen als Vögte eingesetzt. |
| 1386 |
Hermann Spörken
liefert Bevensen mit allen Befestigungsanlagen an die Stadt Lüneburg
aus. |
| 1403 |
In einer Urkunde ist vom r a
d e t h o b e u e n h u s e n die Rede. Seit dieser
Zeit ist ein Wachssiegel bekannt, welches die Jungfrau mit dem Jesuskind
ziert. Die Inschrift lautet:s i g i l l u m w e i c h b i l d i c
u m b e v e n s i s . |
| 1450 |
Der Bischof von Verden
verpfändet dem Kloster Medingen das Weichbild Bevensen für
gewährte Darlehen. |
| 1489 |
Das Weichbild Bevensen wird dem
Kloster nun gänz-lich zum Wiederkauf überlassen. Mit Einführung der
Reformation, als damit die Rechte des Klosters auf den Landesherren
übergingen, ist damit die Abhängigkeit Bevensens beendet. |
| 1524 |
Erster mißlungener Versuch Herzog
Ernst des Bekenners
zur Einführung der
Reformation im Kloster Medingen. Es kommt zum sogenannten
Nonnenkrieg. Erst 1955 findet die neue Lehre auch im Kloster
Medingen Eingang. |
| 1529 |
Das Amt Medingen entsteht durch
Übernahme in landesherrliche Verwaltung. |
| 1541 |
Herzog Ernst läßt
neben dem Kloster ein Witwenhaus für seine Gemahlin errichten. Dieses wird
später (1852) zum Amtsgericht umfunktioniert und dient seit
1973 als Heimvolkshochschule. |
| 1558 |
Urkundlich werden erstmals die
Bürgermeister Claves Natelmann und Ludeke Düdesche
genannt. |
| 1559 |
Georg Hoppenstädt ist
der erste lutherische Prediger in Bevensen. |
| 1568 |
Das Bürgergericht, zuständig
für die Bürger des Fleckens, wird vom fürstlichen Hauptmann in Medingen
gehegt. |
| 1599 |
Bevensen hat 280 Einwohner |
| 1619 |
Auf Bitten der Kirchenjuraten und des
Pastors ordnet der Landesfürst den Bau einer Schule in der Nähe der Kirche
an. |
| 1629 |
2. - 10. Oktober. Während des
Dreißigjährigen
Krieges (1618 - 1648) hat Feldherr
Tilly
sein Hauptquartier in Bevensen und Medingen. Durch
Einquar-tierungen und Plünderungen wurden auch durch schwedische
Regimenter erhebliche Schäden angerichtet und der Verlust an
Menschenleben war er-schreckend hoch. |
| 1648 |
Nach Abschluß des Westfälischen
Friedens
ist das Amt Medingen völlig verarmt. |
| 1670 |
Das Bürgerrecht kann für 4 Taler
erworben werden, wenn ein Einheimischer eine Bevenser
Bürgertochter heiratet. Es war zusätzlich ein Bürgereid zu leisten. |
| 1683 |
Im Bäckergang Nr. 9 wird das heute
älteste erhaltene Wohnhaus erbaut. |
| 1726 |
Letzte Hinrichtung in Bevensen auf dem
Galgenberg. |
| 1729 |
27. August. Im Bäckergang
entsteht durch Unachtsamkeit ein Großfeuer, dem 64 Gebäude zum Opfer
fallen. |
| 1734 |
Die 710 Jahre alte Kreuzkirche wird
wegen Baufälligkeit abgerissen. Es entsteht die
Dreikönigskirche
in ihrer heutigen Gestalt. |
| 1757 |
Während des Siebenjährigen
Krieges (1756 - 1763) werden durch Besetzung durch die
Franzosen erneut erhebliche Schäden in Bevensen und Umgebung
angerichtet. |
| 1781 |
30. Januar. Das Kloster wird durch ein Feuer zerstört. In den Jahren
1782 - 1788 wird es
im Barockstil wieder aufgebaut. |
| 1790 |
26. Oktober. Ein erneuter
Brand vernichtet 7 Gebäude. |
| 1799 |
Der Flecken erhält sein erstes
Spritzenhaus und seine erste Landspritze aus Mitteln der Totengilde, der
fast alle Bevenser Bürger angehörten. |
| 1810 |
Das Königreich
Hannover gerät
unter französische Herrschaft. In diesem Zuge wird auch das Amt Me-dingen
unter französische Verwaltung gestellt. |
| 1811 |
5. / 6. November. Bei der
letzten großen Brandkatastrophe im Flecken Bevensen werden fast 2 Drittel
aller Gebäude ein Raub der Flammen. Der Wieder-aufbau nimmt die nächsten 8
Jahre in Anspruch und wird zum größten Teil durch Spenden aus der nähe-ren
Umgebung finanziert. |
| 1812 |
Johann Peter
Eckermann
, ein Freund Goethes, ist in den Wintermonaten 1812/1813 in Bevensen als
Magistratsschreiber beschäftigt. An sein Wirken erinnert die nach ihm
benannte Eckermannstraße. |
| 1813 |
Die Franzosen werden im
Gefecht
an der Göhrde besiegt. Damit ist die Befreiung des norddeutschen
Raumes eingeleitet. |
| 1817 |
Eröffnung der ersten Apotheke in
Bevensen. |
| 1830 |
Eröffnung einer Linnen-Legge, in der
Leinen staatlich gemessen und taxiert wird. |
| 1833 |
In einem Rezeß über die
Spezialteilung der Gemeinheiten des Fleckens werden die Ländereien
östlich, später dann auch westlich der Ilmenau in größere
Flächenaufgeteilt, damit die Bauern ertragreicher wirtschaften
können. |
| 1842 |
Erster Siebensterngottesdienst
am ersten Weihnachtstag. Diese Tradition ist bis heute beibehalten
worden. |
| 1847 |
1. Mai. Zum ersten Mal hält
ein Zug auf der Strecke Hannover - Harburg in Bevensen. Durch die neue
Verkehrsanbindung blüht die Bevenser Wirtschaft auf. |
| 1847 |
20. November. Der Flecken
Bevensen erhält vom Königlich-Hannoverschen Ministerium des Innern die
erste Verfassungsurkunde. |
| 1855 |
1. Mai. Das Amt Medingen
wird Gemeinde Medingen mit eigenem Ortsvorsteher. |
| 1857 |
Ende des Jahres gibt es in Bevensen insgesamt 109
Gewerbebetriebe. |
| 1861 |
23. Mai. Der
Männerturnverein Bevensen
e.V. wird gegründet. Er zählt heute über
1.500 Mitglieder. |
| 1864 |
1. Oktober. Einrichtung der
Spar-, Leih- und Vorschuß-Casse, heute Sparkasse Uelzen,
in Medingen. |
| 1869 |
Justus Wilhelm Lyra
ist Pastor in Bevensen. Er komponierte die Melodie zu „ Der Mai ist
gekommen .. “. Von ihm kündet heute noch der Lyraweg. |
| 1869 |
24. Juli. Gründung der
Freiwilligen Feuerwehr durch den späteren Bürgermeister August
Herbst. |
| 1871 |
30. November. Erster Besuch
Kaiser Wilhelm I. im Flecken Bevensen.
Dieser begibt sich von hier in sein Jagdschloß in der nahegelegenen
Göhrde. Anlässlich dieses Ereignisses findet seit dem Jahre 2005 an jedem
2. Samstag im Juli das historische Spektakel Der
Kaiser kommt
statt. |
| 1872 |
Die Bevenser Gilde errichtet ein
Schützenhaus an der Dahlenburger Straße. |
| 1884 |
Einrichtung der Allgemeinen
Ortskrankenkasse Bevensen im Zuge der Bismarckschen
Sozialgesetzgebung. |
| 1891 |
2. Mai. Reform der
Straßennamen. |
| 1892 |
22. Juni. Gründung der
Molkereigenossenschaft Bevensen. |
| 1897 |
17. Dezember. Gründung der
Spar- und Darlehenskasse, heute Volksbank Uelzen-Bevensen
eG. |
| 1899 |
17. Juli. Erste öffentliche
Badeanstalt in Bevensen. |
| 1904 |
1. Oktober. Aufnahme des
Postbetriebes und der Fern-sprechvermittlung im neuen Postgebäude in der
Bahnhofstraße. |
| 1907 |
14. Oktober. Der Flecken
nimmt ein Gaswerk am Eppenser Weg in Betrieb, an das fast alle Haushalte
angeschlossen werden. |
| 1908 |
1. April. Gründung des
Gesamtschulverbandes Bevensen. |
| 1910 |
4. April. Einweihung des
Volksschulneubaus mit Turnhalle. |
| 1910 |
25. Mai. Das alte
Schulgebäude wird seiner neuen Bestimmung übergeben. Es wird
Rathaus. |
| 1911 |
Anfänge des Fremdenverkehrs in der
Klostergemeinde Medingen. |
| 1912 |
14. März. Gründung des
BSV Union e.V.. Er widmet sich ausschließlich dem
Fußballspiel. |
| 1913 |
Anschluß des Fleckens an die
elektrische Stromversorgung. |
| 1918 |
Auch an Bevensen geht der 1.
Weltkrieg nicht spurlos vorüber. Insgesamt verlieren 157 einheimische
Soldaten ihr Leben. |
| 1918 |
9. November. Während der
Revolution zieht der Arbeiter- und Soldatenrat, später der
Arbeiter- und Bürgerrat ins Rathaus ein. |
| 1920 |
5. Mai. Der spätere Reichspräsident Paul
von Hindenburg
weilt das erste Mal im Flecken Bevensen. Auch später
besucht er noch des öfteren seine in Medingen wohnende Tochter. |
| 1922 |
In den folgenden Jahren werden mehr als 100 neue Wohnungen
gebaut. Der Flecken erhält einen städtischen Charakter. |
| 1926 |
Errichtung der ersten
Privatkrankenanstalt in der Bahnhofstraße durch Dr. med.
Sinn. Diese wird später hauptsächlich als Entbindungsheim genutzt.
Bis zum Jahre 1970 werden hier mehr als 10.500 Kinder
geboren. |
| 1929 |
12. November. Beschluß des
Fleckenkollegiums zum Übergang zur städtischen Verfassung. |
| 1932 |
Auch in Bevensen entwickelt sich der
Fremdenverkehr.In diesem Jahr werden bereits 5.000 Übernachtungen
gezählt. |
| 1939 |
1. September. Beginn des
2. Weltkrieges, der auch in Bevensen mit allen Schrecken und Folgen
wütet. |
| 1943 |
6. August. Inbetriebnahme
der Krankenhaus-Sonderanlage, dem späteren
Hamburgisches Krankenhaus. Hier werden während des Krieges viele
Verwundete behandelt. |
| 1945 |
17. April. Der 2. Weltkrieg
geht seinem Ende entgegen. Britische Besatzungstruppen marschieren in
Bevensen ein. Durch den Zustrom von Flüchtlingen aus dem Osten steigt die
Einwohnerzahl binnen kurzer Zeit auf 5.000 an. |
| 1946 |
23. Mai. Wahl des ersten
Bürgermeisters nach dem Krieg. Die Stadt steht jedoch weiterhin unter
britischer Militärverwaltung. |
| 1948 |
Hermann
Quistorf
gründet zusammen mit dem Mittelschulrektor Albert Behr und dem
Schriftsteller Fritz
Völker die Bevensen-Tagung
niederdeutscher Dichter, die auch heute noch jährlich stattfindet. |
| 1951 |
18. Mai. Der Niedersächsische Minister des Innern
verleiht der Stadt Bevensen das Recht, ein Stadtwappen zu
führen. |
| 1956 |
24. Juni. Einweihung des neu
erbauten Rosenbades. |
| 1957 |
1. Dezember. Einweihung der
St. Josephskirche für die Mitglieder des katholischen
Glaubens. |
| 1957 |
9. Dezember. Gründung des
Kneipp-Vereins Bevensen-Medingen im Hinblick auf eine zukünftige
Ausrichtung zum Kurort. |
| 1960 |
15. Juni. Einweihung
der Fritz-Reuter-Schule (Realschule). |
| 1963 |
28. August. Einweihung des
von der Stadt Bevensen gebauten Kurmittelhauses. |
| 1964 |
24. Mai. Die Deutsche
Erdöl-Aktiengesellschaft findet in ca. 3.000 Metern Tiefe eine
Mineralquelle, die die Stadt käuflich erwirbt. |
| 1965 |
15. Juni. 18 benachbarte
Gemeinden schließen sich mit der Stadt Bevensen zu einer
Samtgemeinde zusammen zum Zwecke der
Verwaltungsvereinfachung. |
| 1967 |
11. August. Abschluß des
Gesellschaftervertrages für die Kurgesellschaft. |
| 1967 |
25. November. Inbetriebnahme
einer vollbiologischen Kläranlage. |
| 1968 |
11. Januar. Erschließung
einer eisen- und jodhaltigen Thermal-Sole in den Kuranlagen. |
| 1968 |
27. August. In der
Mittelpunktschule 2, später Waldschule, wird der Schulbetrieb
aufgenommen. |
| 1968 |
6. September. Staatliche
Anerkennung als Kneipp-Kurort. |
| 1968 |
4. Dezember.
Grundsteinlegung zum Bau des Kurzentrums. |
| 1968 |
Beginn der Bauarbeiten am Elbe-Seiten-Kanal. |
| 1969 |
Beginn der Patenschaft mit dem Schnellen Minensuchboot
„ Waage “. |
| 1972 |
1. Juli. Gründung der Samtgemeinde
Bevensen im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform. |
| 1974 |
1. Januar. Fertigstellung
der DIANA-Klinik, einer Klinik für physikalische Medizin und
Rehabilitation. |
| 1975 |
26. Juni. Staatliche
Anerkennung als Heilbad. |
| 1976 |
5. Mai. Eröffnung der
Herz-Kreislauf-Klinik
(jetzt Herz- u. Gefäßzentrum) |
| 1976 |
12. Mai. Die Stadt darf ab
sofort den Ortsnamen BAD Bevensen führen. |
| 1976 |
15. Juni.
Inbetriebnahme des
Elbe-Seiten-Kanals. |
| 1978 |
20. Oktober. Einweihung des
Haus
Arbeitssicherheit . Hier werden regelmäßig Seminare zur
Verhütung von Arbeitsunfällen für Führungskräfte durchgeführt. |
| 1979 |
17. November. Übernahme einer
Patenschaft zu den ehemaligen Einwohnern von Stadt und Kreis
Demmin
(Vorpommern). |
| 1981 |
3. Mai. Die Baumaßnahme des
Kurzentrums gilt als abgeschlossen. Baukosten insgesamt: 35,6 Mio
DM. |
| 1983 |
1. Juni.
Fertigstellung eines großen Teils der neuen Ortsumgehung. |
| 1984 |
31. Dezember. Die Stadt Bad
Bevensen zählt 9.898 Einwohner. |
| 1991 |
Inbetriebnahme des 2.
Thermal-Freibeckens mit Strömungskanal, Bodensprudlern, Nackenduschen,
Massagedüsen und Sitzbanksprudlern. Die Gesamtwasserfläche der
Thermalbecken beträgt jetzt 1400 qm. |
| 1994 |
Inbetriebnahme des Balneums. |
| 1996 |
Beginn der Arbeiten zur Anlage eines
Sonnenuhrgartens im Kurpark. |
| 1997 |
Inbetriebnahme des neuen Wandelganges
im Kurhaus. |
| 1998 |
Eröffnung des Sonnenuhrgartens als Erweiterung des
Kurparkes. |
| 2000 |
Inbetriebnahme des neugestalteten
Freibeckens I in der Jod-Sole-Therme. |
|
|